Welches Transportmittel besonders geeignet ist, hängt von der Entfernung und Lage des Urlaubsziels, dem Temperament des Babys und den persönlichen Vorlieben der Eltern ab.
Für Autofahrten gilt: Lange Strecken können bei einem unruhigen Geist wirklich quälend, mit einem ruhigen, viel schlafenden Säugling jedoch eine Wohltat sein.
Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Schlafenszeiten zu nutzen und Pausen einzuplanen. Daher verreisen viele Eltern mit Baby nachts. Das hat noch den Vorteil, dass es nicht zu heiß im Auto wird und dass keine Staus drohen.
Bei Autofahrten am Tag muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass das Baby nicht überhitzt und genug trinkt, jedoch zugleich keine Zugluft abbekommt.
Mit der Bahn zu fahren hat den Vorteil, dass man mit dem Baby aufstehen und sich bewegen kann. Außerdem nimmt die Bahn Kinder bis einschließlich fünf Jahre unentgeltlich und ohne Fahrkarte mit (Kinder im Alter von sechs bis 14 fahren in Begleitung eines eigenen Eltern- oder Großelternteils kostenlos mit der Bahn. Sie müssen aber in die Fahrkarte der Erwachsenen eingetragen sein).
Anstrengend wird es jedoch, falls lärm- und geruchsempfindliche Zeitgenossen mit im Abteil sitzen. Daher unbedingt im Kleinkindabteil reservieren. Im ICE gibt es außerdem eine Toilette mit Wickeltisch. Auf jeden Fall ist es bei einer Bahnreise mit Kind und Kegel sinnvoll, das Gepäck vorher aufzugeben.
Auch Flugreisen mit Baby sind kein Problem. Sie reisen - zum Beispiel mit der Lufthansa - auf innerdeutschen Flügen kostenfrei, bei allen anderen Flügen für zehn Prozent des Erwachsenenpreises. Dafür sitzen die kleinen Passagiere meist auf dem Schoß der Eltern. Ganz vorne bieten manche Fluglinien auch Baby-Liegeplätze an, einen solchen zu ergattern ist allerdings ein kleines Glücksspiel.
Der Buggy oder Kinderwagen darf übrigens meist mit aufs Rollfeld genommen werden und wird dann beim Einsteigen abgegeben und im Gepäckraum verstaut.
Für Flugreisen gilt: Die trockene kühle Luft der Klimaanlage und mangelnde Bewegungsmöglichkeiten sind nicht ganz unbelastend für das Baby. Und je nach Temperament und Alter des Säuglings kann es sein (muss aber nicht), dass er alles einfach ungemütlich findet und nicht nur bei Start und Landung kräftig seine Stimme ertönen lässt. Daher von Vorteil: ein inländischer Flug an die Ostsee - nie länger als 1 Flugstunde!
Falls nicht voll gestillt wird, vorbereitetes Fläschchen oder Gläschen mit an Bord bringen, das Baby während Start und Landung zum Druckausgleich trinken lassen.